rennradliebe Frühjahres-check: Auf was sollte geachtet werden?

Rennrad vor gelber Wand Frühling rennradliebe

Wir sind kalendarisch schon relativ weit im Jahr 2021, der Frühling ist da, die Vögel zwitschern und die Blumen wachsen vor sich hin. Die perfekte Zeit also, um euer Rennrad aus dem Keller zu holen und wieder auf die Straße zu bringen!

Doch daraus entstehen ein paar Fragen, „Worauf muss ich achten?“, „Was sollte ich nachschauen?“, „Wie repariere ich das denn?“.

Um diese Fragen kümmern wir uns in diesem Guide.
Gemeinsam gehen wir ein paar dieser Fragestellungen durch, um einen unkomplizierten Start in den Frühling zu haben.


Verstaubt findet ihr euer Rennrad vermutlich in einer Ecke des Kellers. Abgeschlossen und sichtbar ungenutzt – doch das ändern wir jetzt!
Nehmt euch euer Rad zur Hand und schaut erstmal richtig hin. Seht ihr etwas Auffälliges oder wisst ihr noch, was ihr unbedingt reparieren oder ändern wolltet?
Dann ist es jetzt an der Zeit!

Falls ihr Schäden findet und diese beheben wollt, schaut in unsere Anleitungsartikel! Außerdem gibt es dazu auch ein Paket für euch, falls etwas fehlt.

Dort findet ihr für so manches Problem die Lösung – traut euch!

1. Frühjahrsputz

Nicht nur die Wohnung sollte glänzen, sondern am besten auch dein Bike!
Wie du Schritt-für-Schritt vorgehst, kannst du in unserem anderen Guide Rennrad reinigen nachlesen. Zubehör findest du hier.

In sauberem Zustand ist es auch einfacher Defekte zu entdecken.

2. Fetten – dass alles läuft

Nach der verstaubten, trockenen Kellerluft ist euer Bike bereit eingeölt zu werden. Deshalb nehmt euch Schmieröl zur Hand – auch enthalten in unserem für euch gerichteten Paket.

Wir empfehlen euch die Produkte aus dem Paket zu nutzen, da die Fette extra dafür gedacht sind. Jede Komponente am Rennrad braucht sein eigenes Öl und da es sich bei uns nur um zwei verschiedene Öle handelt (Spezialöl & Kettenpflege Öl), steht auch nicht zu viel Pflegematerial für das Rad herum!

Eingeölt werden sollten:

  • Naben-/Tretlager und Steuersatz (Spezialöl)
  • Sattelstütze (Spezialöl)
  • Federgabel und Dämpfer (Spezialöl)
  • Kette (Hier kannst du Universalöle oder unser Kettenpflege Öl verwenden, für schlechtes Wetter, auch gerne ein etwas festeres Öl.)

Die Kette schmiert ihr am besten, indem das Hinterrad durch einen Fahrradhalter oder Mithelfer:innen angehoben wird. Dann könnt ihr per Pedal die Kette in Bewegung bringen und das Schmiermittel verteilen.
Damit auch überall geschmiert wird, schaltet alle Gänge, vorne wie hinten, durch, sodass es an jede Stelle kommt!

Die Kette sollte nicht zu locker sitzen, aber auch nicht zu sehr spannen.

3. Schrauben/Spanner prüfen

Um sicheren Halt zu haben, zumindest beim Rad, solltest du jede Schraubverbindung bzw. jeden Schnellspanner prüfen. Diese können sich über die Zeit lösen.

Achte bei Leichtbau- und Carbonteilen darauf, dass du nicht zu fest anziehst, sonst könnten Bruchstellen entstehen. Dort lieber mit einem Drehmomentschlüssel auf Nummer sicher gehen. 

4. Bremsen

Bei den Bremsen solltet ihr am besten nachschauen, ob diese richtig funktionieren, eure Gesundheit hängt von ihnen ab!

Betätigt die Bremsen und schaut, ob diese auch wie gewünscht dosierbar blockieren.
Verfolgt die Bremsleitungen und überprüft diese nach Schäden oder, ob diese noch mit dem Rahmen verbunden sind. Der Kabelzug sollte reibungsfrei laufen. Falls das nicht der Fall ist, hilft auch ein Spritzer Teflonspray. 

Sobald die Kabelzüge gecheckt sind, geht es auch an die Bremsen. Haben die Blöcke noch genug Material oder sind dessen Rillen schon verschwunden? Ist Letzteres der Fall – unbedingt austauschen!

Bei Scheibenbremsen gilt dasselbe. Dort muss noch nach dem Zustand der Scheibe geschaut werden, es könnte sich Rost gebildet haben.

5. Schaltung

Die Schaltung macht euch das Fahren gemütlicher und schneller, deshalb checkt sie durch!

Wie bei den Bremsen, gilt auch hier, die Kabelzüge auf Risse etc. zu prüfen.

Falls die Kette beim Umwerfer reibt oder gar nicht in den nächst höheren Gang schaltet, könnt ihr dies nachjustieren. Dort wo das Kabel in die Schaltung mündet, befindet sich die Zugspannschraube. Mit kleinen Bewegungen könnt ihr diese einstellen, um ein reibungsloses Schalten zu ermöglichen.

6. Luftdruck

Dieser ist äußert wichtig nachzuchecken, da zu 99% in der unbewegten Zeit, Luft entwichen ist. Deshalb: Ventilkappen abdrehen, Pumpe auf die Ventile setzen und pump it up…! 

Ein Luftdruck von 90 PSI (6,2 bar) vorne / 93 PSI (6,4 bar) hinten sind optimal. Der Druck kann aber je nach Schlauchtyp variieren.
Falls ihr keine Pumpe mit Luftdruckanzeige besitzt, könnt ihr mit Zeigefinger und Daumen zwischen dem Reifen durch Zusammendrücken erspüren, wie sich der Schlauch füllt. Hört damit auf, sobald ihr ihn nicht mehr eindrücken könnt. 

Bei Porösen Reifen bzw. Schläuchen kann es auch zu Löchern kommen, wenn diese aufgepumpt werden. In diesem Fall haben wir neue für euch bereit.

7. Geht euch ein Licht auf?

Falls ihr auch nachts mit dem Bike unterwegs seid, solltet ihr die Akkus überprüfen und die Halterungen, um selbst zu sehen und gesehen zu werden!

Falls ihr noch gar kein Licht besitzt – schaut euch das Paket dazu an.

8. rennradliebe

Pflegt euer Rennrad immer gut, damit Verschleißteile nicht öfter als nötig gewechselt werden müssen. Damit spart ihr euch Geld und Nerven.
Macht es euch einfach!

Losradeln…!

Nach dem Check müsste euer Rennrad wieder ready für den Frühling sein.
Da euer Bike jetzt so verlockend aussieht, wäre ein Schloss vielleicht nichts Schlechtes.

Viel Spaß beim Fahren & genießt den Frühling!

Laurin von rennradliebe

 

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